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Kakao – zwischen Missernten, Bürokratie und Spekulanten

Das war eine wirklich unangenehme Überraschung. Als wir vor ein paar Tagen bei unserem Importeur anriefen, um eine neue Charge Kakaobutter für die nächsten Pflegeherzen zu ordern, sollte das Kilo ein Vielfaches dessen kosten, was wir noch im Januar diesen Jahres gezahlt hatten! 

Erschrocken vertagten wir die Bestellung, um zunächst einmal zu beraten. Als wir erneut anriefen, konnte der Importeur nicht einmal mehr den zuvor genannten Preis halten – es gibt derzeit nur noch Tagespreise, und der Markt ist bis zum Jahresende ausverkauft. Mit gutem Willen konnte er uns 200 Kilo zusagen, und zusammen mit unseren restlichen Beständen reicht das möglicherweise – vielleicht - bis zum Jahresende. Auch unsere Bademilch, welche Kakaobutterpulver enthält ist betroffen. Wir müssen neu kalkulieren und kommen nicht umhin, die Preise deutlich anzuheben.

Damit folgen wir gezwungenermaßen den Schokoladenherstellern, die ihre Preise bereits seit Ostern drastisch erhöht haben und weiter erhöhen werden (oder wieder einmal - mehr oder weniger verstohlen - die Packungsgrößen verringern).

"Marken wie Milka oder Lindt kündigen Preiserhöhungen für Schokolade an. Über kleinere Packungen zum gleichen Preis wird nachgedacht", schreibt beispielsweise der MDR im März 2024. Oder Euronews reißerisch: "Kakaopreise steigen auf Rekordhöhe: Geht uns bald die Schokolade aus?", und die Wirtschaftswoche bereits im Februar 2024, lange vor der tatsächlichen Preisexplosion im späten Frühjahr, moralinsauer: "Der Preis für Kakao geht steil, Schokolade wird teurer. Aber: Schokolade ist kein Grundnahrungsmittel. Wer das Naschen nicht lassen kann, der muss eben mehr bezahlen. Zu Recht [...] Zeiten ändern sich. Mangelerscheinungen sind bei weniger Konsum nicht zu befürchten."

Was ist passiert?

Eine derartige Preisexplosion ist eigentlich immer das Werk von Spekulanten, die sich an der Verknappung eines Rohstoffs bereichern. Das ist im Fall von Kakao nur die halbe Wahrheit, wenngleich Gier nach mehr Gewinn natürlich eine Rolle spielt. Warum also die Verknappung, die derart lukrative Spekulationsgeschäfte überhaupt erst ermöglicht?

Der größte Teil der weltweiten Produktion von Kakao, beinahe siebzig Prozent, findet in Westafrika statt. Der Löwenanteil, fast zwei Drittel, kommt aus lediglich zwei Ländern: Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste, 45 Prozent) und Ghana (14 Prozent). Die beiden nächstgrößeren Erzeugerländer Kamerun und Nigeria liefern gemeinsam nicht einmal halb so viel wie Ghana (jeweils etwa sechs Prozent).

Black Pod Disease

Im Dezember vergangenen Jahres fiel in Westafrika ungewöhnlich viel Regen, was zu einer starken Ausbreitung der Black Pod Disease führte. Das ist eine Pilzerkrankung, die bevorzugt Kakaopflanzen befällt und, wenn sie nicht behandelt wird, zu gewaltigen Ernteausfällen führt. Zehn Prozent der Kakaobäume gehen an den Folgen des Befalls ein. Gegenmaßnahmen bestehen in der Vereinzelung der Bäume und der Entfernung aller befallenen Pflanzen, was zu weiteren Ertragsrückgängen führt. Eine chemische Kontrolle mithilfe von kupferhaltigen Fungiziden ist möglich, jedoch kostspielig und langfristig umweltschädlich.

Erzeugerpreise

Auch heute noch wird Kakao überwiegend von Kleinbauern angebaut. Die meisten von ihnen verdienen kaum genug Geld, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hinzu kommt, dass die Kakaomärkte der Côte d'Ivoire und von Ghana von den Behörden streng reguliert werden. Es werden offizielle Preise festgelegt, die den Kakaobauern ein sicheres Einkommen garantieren sollen. Der Nachteil ist, dass die Bauern ihre Preise selbst dann nicht erhöhen können, wenn die Ernte schlecht ausfällt. Für die aktuelle Ernte erhalten beispielsweise die ivorischen Landwirte pro Tonne ca. 1.500 EUR. Wegen der seit vielen Jahren zu niedrigen Preise wurden die Pflanzungen seit fast 25 Jahren kaum noch verjüngt. Alte Kakaobäume bringen jedoch geringere Erträge und sind anfälliger für Krankheiten und Schlechtwetterperioden. Weil das Geld für Düngemittel und Pflanzenschutz fehlt, hat sich die Bewirtschaftung der Bäume insgesamt verschlechtert.

Die Kakaobehörde der Côte d'Ivoire erwartet, dass der Ernteertrag des Landes ab April 2024 um ein Drittel sinken wird. Auch die ghanaischen Behörden rechnen mit einem starken Rückgang, so dass allein diese beiden Länder 2024 ca. 400.000 Tonnen weniger Kakao exportieren werden.

Die steigenden Kakaopreise auf dem Weltmarkt bereichern lediglich Spekulanten, ohne sich in Gewinnen für die Bauern niederzuschlagen. Sie sind allein gelassen mit ihren Problemen. Die Situation ist dramatisch. Viele Bauern haben ihre alten Kakaobäume und Farmen aufgegeben, um Alternativen zu suchen. Eine davon ist der Verkauf an Bergbaugesellschaften. Westafrika ist reich an Bodenschätzen. Es gibt Mineralien wie Eisenerz, Uranerz und Gold, aber auch Diamanten. Die großflächige Abholzung der alten Bäume führt zu einem Verlust an Landwirtschaftsflächen und zu einer Verschlechterung der Wasserqualität.

Zumindest an den Garantiepreisen für die Bauern hat sich mittlerweile etwas geändert: Die Elfenbeinküste und Ghana haben die staatlichen Abnahmepreise für Kakaobohnen um die Hälfte erhöht. Der Preis, den die Kakaobauern nun pro Tonne erhalten, liegt damit jedoch immer noch nur bei rund einem Viertel dessen, was Kakao auf dem Weltmarkt erzielt.

Lieferkettengesetz

Auch die EU-Bürokratie fährt mit im Preiskarussell. In Zukunft – ab Dezember 2024 - müssen größere Unternehmen die Lieferketten bis zu den einzelnen Parzellen zurückverfolgen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Kakao nicht aus einem Gebiet stammt, das erst vor wenigen Jahren gerodet und in eine Plantage umgewandelt wurde. Doch weil die Anbauflächen häufig abgelegen sind, ist es schwierig, genaue Daten zu erhalten. Damit wird es künftig kostspieliger, Vorräte zu sichern.

Ausblick

Die Kakaopreise werden sich in den nächsten Jahren auf wechselnd hohem Niveau halten. Ein Lichtblick besteht darin, dass der Anbau in Südamerika lohnend werden könnte. Allerdings benötigen die Bäume mehrere Jahre, bis sie Erträge abwerfen. Vor 2027 ist mit einem Rückgang des derzeitig hohen Kakaopreises nicht zu rechnen.

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