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Bienengift in Kosmetik

Dies ist der erste Artikel in einer lockeren Serie über Apitherapie – so nennt man die Nutzung von Bienenprodukten (nicht nur) in der modernen Kosmetik. Wir werden nacheinander Bienengift, Propolis, Bienenwachs, Bienenhonig und Gelee Royale behandeln. Viel Spaß beim Lesen! 

Bienengift in der Kosmetik:

Geschichte, Gewinnung und Anwendung Bienengift, auch bekannt als Apitoxin, ist ein komplexes Gemisch verschiedener bioaktiver Substanzen, das von Honigbienen (Apis mellifera) produziert wird. Bienengift ist seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen als therapeutische Substanz bekannt. In den letzten Jahren ist es vermehrt in den Fokus der Kosmetikhersteller gerückt, weil es vielversprechende Ergebnisse in der Hautpflege gibt. 
In diesem Beitrag möchten wir die historische Entwicklung, Gewinnung, die chemischen und biologischen Eigenschaften sowie die Anwendung von Bienengift in Kosmetikprodukten eingehender beleuchten. Außerdem werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und potenzielle Risiken betrachtet. Unser Ziel ist es, neutral und fundiert über die Anwendung von Bienengift in der Kosmetik zu informieren.

1. Historischer Hintergrund 


1.1 Frühe Verwendung von Bienengift

Die Verwendung von Bienengift zu pharmazeutisch-medizinischen Zwecken hat eine lange Tradition. Bereits im antiken Griechenland wurde Apitoxin für medizinische Anwendungen genutzt, hauptsächlich zur Linderung von Entzündungen. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin gibt es Hinweise auf die Verwendung von Bienengift als Bestandteil der frühen Apitherapie, also der pharmazeutischen Nutzung von Bienenprodukten.
Die Anfänge der Apitherapie reichen weit zurück. Neben Honig, Propolis und Bienenwachs wurde Bienengift bereits früh als besondere Substanz geschätzt. Obwohl die frühen Kulturen die Wirkung nur empirisch begründen konnten, wurde Bienengift in Salben, Umschlägen und später sogar in primitiven Injektionsverfahren genutzt. 


1.2 Entwicklung zur modernen Apitherapie

In Europa erfuhr die Apitherapie ab dem 19. Jahrhundert einen Aufschwung. Forscher wie Filip Terč begannen, die medizinische Wirkung von Bienengift gezielt zu untersuchen, insbesondere bei Rheuma- und Arthrose-Patienten. Durch die sich entwickelnden naturwissenschaftlichen Disziplinen erhielt Bienengift einen zunehmend festen Platz in der Forschung. 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden erste wissenschaftliche Publikationen, die zeigten, dass Bienengift komplexe peptidische und enzymatische Komponenten enthält. Diese Substanzen verfügen über ein breites Wirkspektrum. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts rückte Bienengift zunehmend auch in die Kosmetikindustrie vor. Hautstraffung, Glättung von Fältchen und eine allgemeine Verbesserung des Hautbildes wurden als mögliche positive Effekte diskutiert. 

1.3 Kosmetische Anwendung heute

In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach alternativen und „naturnahen“ Inhaltsstoffen in Pflegeprodukten stark zugenommen. Dadurch rücken Bienenprodukte wie Honig, Gelée Royale und Propolis noch einmal stärker in den Fokus. Bienengift gilt dabei als besonders exotische und potenziell wirksame Substanz. 
Heute finden sich hochpreisige Cremes, Seren und Masken mit Bienengift auf dem Markt. Einige Prominente und Kosmetikinstitute schwören auf die verjüngende Wirkung. Gleichzeitig wird die Verwendung von Bienengift in Kosmetik kontrovers diskutiert. Während Anbieter auf die positiven Effekte verweisen, mahnen Kritiker wie üblich zur Vorsicht, weil es sich um eine hochwirksame Substanz mit allergenem Potenzial handelt. 

2. Gewinnung von Bienengift 

2.1 Traditionelle Methoden

Bienengift ist das Sekret der Giftdrüsen von Honigbienen (Apis mellifera). Traditionell wurde es früher durch manuelles „Ernten“ gewonnen, indem Imker sich absichtlich von Bienen stechen ließen. Die Stacheln mitsamt anhängenden Drüsen wurden anschließend aus der Haut entfernt und das Gift extrahiert. Diese Methode war ineffizient und schmerzhaft für Mensch und Tier und führte in der Regel zum Tod der Bienen, da die Honigbiene beim Versuch, ihren Stachel aus der Haut zu ziehen, sowohl Stachel als auch Drüse verliert und an den Folgen dieser Verletzung verendet.

2.2 Moderne Bienengift-Gewinnung

Heutzutage wird Bienengift in der Regel auf nicht-letale Weise gewonnen. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Apparaturen, sogenannte Bienengift-Kollektoren. Dabei wird ein Glas- oder Kunststoffplättchen vor den Fluglöchern der Bienenstöcke platziert. Dieses Plättchen ist mit einer hauchdünnen Metallplatte verbunden, durch die ein schwacher Strom geleitet wird. Sobald die Bienen das Plättchen berühren, erfolgt ein elektrischer Reiz, der sie zum Zustechen verleitet. Allerdings kann der Stachel nicht durch die Oberfläche des Plättchens dringen, und die Biene bleibt unverletzt. Die Tiere geben nur einen kleinen Tropfen Gift ab. Dieses Sekret trocknet rasch und kann zu einem späteren Zeitpunkt abgesammelt werden. Das getrocknete Bienengift wird schonend weiter aufgereinigt, um Proteine, Peptide und Enzyme zu erhalten. Die Methode lässt die Bienen am Leben, was insbesondere in Zeiten rückläufiger Bienenpopulationen sinnvoll erscheint. Trotzdem ist die Prozedur nicht ohne Stress für die Tiere, weshalb sie bei Tierschützern in der Kritik steht. 

2.3 Qualitätssicherung und Reinheit

Um Bienengift für kosmetische Anwendungen verwenden zu dürfen, muss es hohe Anforderungen an Reinheit und Qualität erfüllen. Verschiedene Faktoren spielen hierbei eine Rolle:
1. Gesundheit des Bienenvolkes
Nur gesunde Bienenvölker produzieren Gift von gleichbleibender Qualität. Krankheiten und Umwelteinflüsse wie Pestizide können die Zusammensetzung des Giftes verändern.
2. Standort der Bienenstöcke
Regionale Pflanzen- und Umweltbedingungen beeinflussen Art und Menge der enthaltenen Proteine und Peptide.
3. Erntemethode
Intensität und Dauer des Stromimpulses sowie Zeitpunkt der Ernte (Tageszeit oder Jahreszeit) wirken sich auf die Ausbeute und Zusammensetzung des Giftes aus.
4. Aufbereitungsverfahren
Nach dem Sammeln muss das Bienengift gereinigt und eventuell gefriergetrocknet werden, um ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zu erhalten. 

In der Kosmetikindustrie gelten die strengen Richtlinien der jeweiligen Behörden (z. B. in der EU die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 für kosmetische Mittel). 

3. Chemische Zusammensetzung und biologische Eigenschaften 

3.1 Hauptkomponenten

Bienengift ist ein komplexer Cocktail aus Proteinen, Peptiden und Enzymen. Die wichtigsten Bestandteile sind:
1. Melittin
Hauptbestandteil von Bienengift ist Melittin, ein Peptid, das etwa 50–60 % der Trockensubstanz ausmacht und für viele der pharmakologischen Wirkungen verantwortlich ist. Melittin verfügt über membranaktive Eigenschaften, kann Entzündungsprozesse beeinflussen und wirkt antibakteriell.
2. Apamin
Apamin ist ein neurotoxisches Peptid, das spezifisch Ionenkanäle in Nervenzellen blockiert. Es ist sehr leicht wasserlöslich und besitzt entzündungshemmende und immunmodulatorische Wirkungen.
3. Adolapin
Adopalin ist ein weiteres Peptid mit entzündungshemmenden und analgetischen Eigenschaften.
4. Phospholipase A2
Die Phospholipase A2 ist ein Enzym, das Phospholipide in Zellmembranen abbauen kann. Diese Komponente ist stark allergen und spielt eine entscheidende Rolle bei möglichen allergischen Reaktionen.
5. Hyaluronidase
Die Hyaluronidase ist ein weiteres Enzym im Bienengift. Sie bewirkt den Abbau von Hyaluronsäure und erhöht damit die Durchlässigkeit von Gewebe . Daneben finden sich im Bienengift eine ganze Reihe weiterer Proteine, Peptide und biogener Amine (z. B. Histamin, Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) in unterschiedlichen Konzentrationen. 

3.2 Wirkmechanismen

Die genannten Bestandteile entfalten verschiedene biologische Wirkungen. Insbesondere Melittin besitzt durchblutungsfördernde, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften, die Bienengift für kosmetische Anwendungen interessant machen.
1. Durchblutungsförderung
Aufgetragen auf die Haut kann Bienengift die oberflächliche Mikrozirkulation anregen. Dies führt zu einer leichten Rötung, was wiederum kurzfristig zu einem volleren Hautbild führt.
2. Kollagenproduktion
Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Melittin und andere Peptide im Bienengift die Kollagenproduktion in der Dermis stimulieren können. Dies würde zu einer verbesserten Hautfestigkeit beitragen.
3. Entzündungshemmung
Apamin und Adolapin können proinflammatorische Faktoren hemmen und die Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen mindern.
4. Antibakterielle Aktivität
Melittin besitzt eine antibakterielle Wirkung, was für die Bekämpfung von Hautunreinheiten von Bedeutung sein kann. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass diese Effekte stark abhängig von der Konzentration des Giftes sowie der individuellen Hautreaktion sind. 

4. Anwendung von Bienengift in der Kosmetik 

4.1 Produktformen

Bienengift wird in Kosmetika in unterschiedlichen Formen eingesetzt:
1. Seren: Hochkonzentrierte Produkte, in denen der Anteil an Bienengift meist etwas höher ist. Seren werden in der Regel zur gezielten Anwendung auf bestimmten Hautarealen genutzt, zum Beispiel im Gesicht.
2. Cremes und Lotionen: Hier wird ein geringer Anteil an Bienengift (meist zwischen 0,1 % und 1 %) eingearbeitet, oft kombiniert mit anderen hautwirksamen Stoffen wie Hyaluronsäure, Aloe-Vera-Extrakten oder Vitaminen.
3. Ampullen-Kuren: Einige Hersteller bieten Ampullen mit konzentriertem Bienengift an, die als Intensivkur für mehrere Tage oder Wochen gedacht sind.
4. Masken: Tuchmasken oder Gels mit Bienengift sollen eine zeitlich begrenzte, intensive Anwendung ermöglichen. 4.2 Wirkversprechen und Marketing Die Kosmetikbranche bewirbt Bienengift häufig als „natürliches Botox“ oder „sanfte Alternative zu Injektionen“. Dabei wird oft auf die durchblutungsfördernde und “liftingartige“ Wirkung verwiesen, die zu einem strafferen, glatteren Hautbild führen soll. Darüber hinaus erwähnen einige Produkte antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die gegen Hautunreinheiten helfen sollen. 

Aus wissenschaftlicher Sicht sind diese Werbeversprechen vorsichtig zu bewerten. Zwar existieren Labor- und Tierversuche, die positive Effekte von Bienengift auf Hautzellen andeuten. Allerdings sind klinische Studien am Menschen, die einen eindeutigen und dauerhaften Effekt belegen, noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden oder begrenzt in ihrer Aussagekraft. 

4.3 Art der Anwendung und Empfehlungen

Bienengift-Produkte werden gewöhnlich als Teil der täglichen Hautpflege eingesetzt, ähnlich wie Anti-Aging-Cremes. Abhängig von der Produktkonsistenz trägt man sie morgens und/oder abends auf die gereinigte Haut auf. Wichtig ist, zunächst einen Verträglichkeitstest durchzuführen, etwa an einer kleinen Stelle am Unterarm. Empfehlungen für die Anwendung: * Zuerst eine kleine Menge auftragen und die Hautreaktion beobachten. * Eine leichte Reaktion wie Rötungen oder Juckreiz kann auftreten, sollte jedoch kurzfristig sein. 

* Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist das Produkt abzusetzen und im Zweifel wie üblich medizinischer Rat einzuholen.*
Bienengift-Produkte eignen sich im Allgemeinen eher für robuste Hauttypen. Personen mit sehr empfindlicher Haut sollten besonders vorsichtig sein. 

5. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Studienlage

5.1 Anti-Aging-Wirkung

Verschiedene Untersuchungen haben sich mit der potenziell hautstraffenden und faltenreduzierenden Wirkung von Bienengift befasst. Eine im Journal of Cosmetic Dermatology veröffentlichte Studie von 2013 berichtet über einen positiven Effekt auf Mimikfalten im Augenbereich. Die Forscher führten dies unter anderem auf eine Anregung der Kollagen- und Elastinproduktion zurück. Einige Forschergruppen haben in-vitro-Studien an Hautzellen (Fibroblasten) durchgeführt, in denen sie eine gesteigerte Kollagensynthese nachweisen konnten. 

Allerdings bleibt bislang ungeklärt, inwieweit diese Beobachtungen auf die Anwendung am Menschen übertragbar sind, da die eingesetzten Konzentrationen in Laborversuchen oft deutlich höher sind als in fertigen Kosmetikprodukten. 

5.2 Akne und antibakterielle Effekte 

Die antibakterielle Aktivität von Melittin wurde in mehreren Studien dokumentiert. Einige Publikationen konnten zeigen, dass Melittin gegen Staphylococcus aureus wirksam ist. Da Akne oft mit Bakterien im Zusammenhang steht (z. B. Propionibacterium acnes), wird spekuliert, dass Bienengift hier förderlich sein könnte. Allerdings ist die Forschungslage zu Bienengift-spezifischen Effekten bei Akne noch nicht vollständig. Verschiedene Hersteller bewerben entsprechende Pflegeprodukte gegen Unreinheiten oder Akne, obwohl bisher eine umfassende klinische Studie fehlt, die eine eindeutige Wirksamkeit bestätigt. 

5.3 Entzündungshemmende Eigenschaften

Zahlreiche Peptide im Bienengift, darunter Apamin, Adolapin und auch Melittin zeigen in vitro entzündungshemmende Wirkungen. Verschiedene Signalwege im Körper, die bei Entzündungen aktiv sind, können auf diese Weise herunterreguliert werden, was ein Potenzial für Hautprobleme andeutet, die mit Entzündungsprozessen einhergehen. 

5.4 Allergiegefahr

Während viele Wirkmechanismen von Bienengift positiv bewertet werden, ist das hohe allergene Potenzial nicht zu unterschätzen. Phospholipase A2 ist als eines der Hauptallergene in Bienengift bekannt. Menschen mit Bienen- oder Wespenstichallergien müssen äußerste Vorsicht walten lassen. Selbst Personen ohne bekannte Insektenstichallergie können unerwartet reagieren. Umfassende Studien zur Langzeitanwendung von Bienengift in Kosmetik sind derzeit noch begrenzt, allerdings scheint es ein erhöhtes Risiko für Kontaktdermatitis und Überempfindlichkeitsreaktionen zu geben, wenn die Produkte hochkonzentriert oder zu häufig angewendet werden. 

6. Ethische und ökologische Aspekte 

6.1 Bienenwohl und Artenschutz

Der Schutz der Honigbiene und vieler Wildbienenarten hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen, da ein weltweiter Rückgang der Bienenpopulationen beobachtet wird. Eine nachhaltige Bienengift-Gewinnung sollte daher das Wohl der Bienen berücksichtigen. 

Moderne Gewinnungsmethoden (elektrische Impulse über Glasplatten, siehe oben) reduzieren den “Verlust” an Bienen erheblich. Dennoch bedeutet das elektrische „Melken“ Stress für die Völker. Einige Experten fordern bereits, dass Bienengift nur in engen Grenzen und mit besonderer Rücksicht auf den Bienenstock gewonnen werden darf, um nicht das natürliche Verhalten der Bienen zu stören und ihnen ausreichend Zeit zur Regeneration zu geben. 

6.2 Zertifizierungen und Transparenz

Aufgrund steigender Nachfrage haben manche Hersteller damit begonnen, Biostandards für die Gewinnung von Bienengift zu etablieren. Dabei werden Aspekte wie kontrollierte Bienenhaltung, Schonung des Bienenstocks und die Verwendung unbehandelter landwirtschaftlicher Flächen für die Bienenweide berücksichtigt. Die lückenlose Transparenz der Lieferkette ist jedoch nicht immer gegeben. Für Verbraucher ist es oft schwierig herauszufinden, ob das verwendete Bienengift nachhaltig und ethisch einwandfrei gewonnen wurde. Einige Hersteller setzen auf Zertifizierungen durch unabhängige Organisationen, die den gesamten Prozess von der Bienenhaltung bis zur Verarbeitung nach festgelegten Standards überprüfen. 

7. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen 

7.1 Allergische Reaktionen

Wie bereits erwähnt, ist die größte potentielle Gefahr eine allergische Reaktion. Dies kann von leichten Rötungen und Schwellungen bis hin zu schweren, systemischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock) reichen. Wer eine bekannte Bienenstichallergie hat, sollte Kosmetik mit Bienengift grundsätzlich meiden. 

7.2 Hautirritationen

Auch ohne Allergie können Hautirritationen wie Juckreiz, Rötungen oder Brennen auftreten. Dies hängt oft von der Konzentration und persönlichen Empfindlichkeiten ab. Bei Produkten, die zusätzliche Wirkstoffe (z. B. Säuren oder Retinoide) enthalten, kann sich das Risiko einer Reaktion erhöhen. 

7.3 Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen

Da Bienengift hautreizend wirken kann, ist bei der Kombination mit anderen stark wirksamen Substanzen (etwa chemischen Peelings, Retinoiden oder stark parfümierten Produkten) Vorsicht geboten. Manche Kosmetikfachleute empfehlen eine schrittweise Heranführung an Bienengift-Produkte, um mögliche Wechselwirkungen zu minimieren. 

7.4 Qualitätsunterschiede

Ein weiterer Risikofaktor ist die Qualität des verwendeten Bienengifts. Minderwertige Produkte können Verunreinigungen enthalten oder sind nicht standardisiert. Dadurch kann es zu unvorhersehbaren Reaktionen kommen. In jedem Fall ist darauf zu achten, nur von seriösen Herstellern zu kaufen, die Auskunft über Herkunft und Qualitätsstandards geben können. 

8. Bienengift im Vergleich zu anderen Bienenprodukten 

8.1 Honig

Honig ist das bekannteste Bienenprodukt und wird seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel und Heilmittel verwendet. In der Kosmetik dient Honig vor allem als Feuchtigkeitsspender und besitzt ebenfalls antibakterielle Eigenschaften. Allerdings unterscheidet er sich vom Bienengift grundlegend in seiner Zusammensetzung. Honig enthält hauptsächlich Zucker, Enzyme und Spurenelemente, während Bienengift aus Proteinen, Peptiden und Enzymen besteht, die eine ganz andere Wirkung haben. 

8.2 Propolis

Propolis ist eine harzartige Substanz, die Bienen aus Knospen und Baumrinden sammeln, um ihren Stock abzudichten und keimfrei zu halten. Propolis findet ebenfalls breite Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika, vor allem wegen seiner antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften. Im Gegensatz zu Bienengift wirkt Propolis weniger reizend und ist in der Regel besser verträglich, birgt aber ebenfalls ein gewisses Allergiepotenzial. 

8.3 Gelée Royale

Gelée Royale ist die von Arbeiterinnen produzierte „Supernahrung“ für die Bienenkönigin. Es ist reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. In Kosmetika soll es die Zellerneuerung anregen und einen Anti-Aging-Effekt haben. Dennoch unterscheiden sich Struktur und Funktion seiner Inhaltsstoffe vom Bienengift. 

9. Praktische Anwendung und Tipps für Verbraucher 

9.1 Auswahl passender Produkte

Bei der Entscheidung für ein Produkt mit Bienengift sollten interessierte Personen auf folgende Punkte achten:

1. Deklaration:
Das Bienengift sollte in der Inhaltsstoffliste klar benannt sein (INCI: „Bee Venom (Bienengift)“ oder ein entsprechender neulateinischer Begriff, z. B. "apisinum").
2. Konzentration:
Ein Produkt, das Wirkversprechen erbringt, sollte eine sinnvolle Konzentration enthalten. Leider gibt es bei vielen Herstellern keine genauen Prozentangaben.
3. Qualität und Herkunft:
Seriöse Firmen machen Angaben zur Herkunft und Gewinnungsmethode des Bienengifts und legen Qualitätsnachweise vor.
4. Verträglichkeitstest:
Vor allem bei empfindlicher Haut ist es ratsam, das Produkt zuerst an einer kleinen Stelle zu testen. 

9.2 Kombination mit anderen Pflegeroutinen

Es empfiehlt sich, ein Produkt mit Bienengift schrittweise in die bestehende Pflegeroutine zu integrieren. Beispielsweise kann man es zunächst jeden zweiten Tag auftragen und beobachten, wie die Haut reagiert. Anschließend kann man die Anwendung langsam steigern. Wer ohnehin bereits Hautpflegeprodukte mit starken Wirkstoffen (Retinol, AHA-/BHA-Peelings) benutzt, sollte umso vorsichtiger sein und sicherstellen, dass die Haut nicht überstrapaziert wird. 

9.3 Kosmetische Behandlungen im Institut

Einige Kosmetikerinnen bieten spezielle Anti-Aging-Behandlungen mit Bienengift an, beispielsweise als Teil einer professionellen Gesichtsbehandlung oder einer Massage zur Förderung der Durchblutung. Ob man hierfür mehr Geld investieren möchte, hängt vom persönlichen Interesse und Budget ab. 

10. Zukunftsperspektiven und Forschung 

10.1 Neue Wege in der Apitherapie

Die Apitherapie wird kontinuierlich weiterentwickelt, wobei alle von Bienen erzeugten Produkte einbezogen werden. Bienengift ist dabei ein spezielles Feld mit hohem Forschungspotenzial. Neue Technologien könnten etwa dabei helfen, gezielt einzelne Peptide zu isolieren und diese in synthetischer Form nachzubauen, ohne auf das natürliche Bienengift zurückgreifen zu müssen. Damit könnten Risiken für Allergiker reduziert und Stress für Bienen verringert werden. 

10.2 Synthetische Nachbildungen

Da Melittin als wirksamste Komponente identifiziert wurde, beschäftigen sich einige Forschungseinrichtungen mit der Herstellung von synthetischem Melittin. In Zukunft könnte dies in Kosmetikprodukten verwendet werden, um eine standardisierte, reproduzierbare Konzentration und Qualität zu gewährleisten. Dies würde außerdem ethische Bedenken in Bezug auf Bienen reduzieren. 

10.3 Langzeitstudien

Ein wesentlicher Forschungsbedarf besteht in Langzeituntersuchungen am Menschen, um potenzielle Nebenwirkungen, allergische Reaktionen und die tatsächliche Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum zu erfassen. Auch Wechselwirkungen mit anderen kosmetischen Wirkstoffen oder Medikamenten sind noch nicht abschließend erforscht. 

11. Zusammenfassung

Bienengift erfreut sich wachsender Beliebtheit in der Kosmetikindustrie. Seine Hauptbestandteile (Melittin, Apamin, Adolapin, Phospholipase A2, Hyaluronidase und andere) verleihen ihm eine besondere, teils entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antibakterielle Wirkung. Viele Anwender hoffen auf Anti-Aging-Effekte, ein strafferes Hautbild oder eine Linderung bei Hautunreinheiten. 

Trotz verschiedener Studien, die positive Ansätze belegen, bleibt die wissenschaftliche Datenlage für kosmetische Anwendungen lückenhaft. Eine pauschale Empfehlung kann an dieser Stelle nicht gegeben werden: Bienengift kann für manche Hauttypen geeignet sein und für andere nicht. Allergikern und empfindlichen Personen raten wir eher zur Vorsicht. Letztlich ist eine individuelle Herangehensweise wichtig, bei der man Vor- und Nachteile abwägt und sich nicht allein von Aussagen der Werbung leiten lässt. 

12. Quellen 

1. Apitherapie und Bienengift Bundesverband der Apitherapeuten e. V. https://www.apitherapie.de
2. Kosmetische Verwendung von Bienengift Apotheken Umschau (Online-Ausgabe) https://www.apotheken-umschau.de/
3. Studie zur Anti-Aging-Wirkung von Bienengift Han, S. M. et al. (2013). „Anti-wrinkle and anti-inflammatory effects of bee venom serum on human skin.“ Journal of Cosmetic Dermatology. 4. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel Europäische Kommission https://ec.europa.eu
5. Informationen zum Allergierisiko Deutsches Ärzteblatt, Online-Archiv https://www.aerzteblatt.de
6. Übersicht zur Bienenhaltung und Bienengiftgewinnung Deutscher Imkerbund e. V. https://deutscherimkerbund.de
7. Antibakterielle Wirkung von Melittin Park, J. H. et al. (2014). „Melittin exerts an antibacterial effect against Staphylococcus aureus by perturbing its cell membrane.“ Experimental & Molecular Medicine.
8. Kritische Betrachtung von Beauty-Trends Stiftung Warentest (Online-Magazin), diverse Artikel zu Kosmetik-Innovationen https://www.test.de

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